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Lufthygiene

Nutzfahrzeuge und Personenkraftwagen werden heute praktisch ausnahmslos durch Verbrennungsmotoren angetrieben. Die bei der Verbrennung entstehenden, kritischen Schadstoffkomponenten sind beim Ottomotor vor allem Stickoxide (NOX), Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2), beim Dieselmotor ebenfalls Stickoxide (NOX) sowie Ruß und andere Partikel (zusammengefasst als „Feinstaub“). Neben den Abgasen tragen auch Straßen-, Reifen-, Kupplungs- und Bremsabrieb zu einer Erhöhung der Feinstaubbelastung bei. Daneben verursacht der Kraftfahrzeugverkehr weitere Luftverunreinigungen etwa durch den Ausstoß von Benzol und Schwefeldioxid.

Im Rahmen der Planung des Neu- oder Ausbaues von Straßen werden deshalb nicht nur schalltechnische Untersuchungen zur Ermittlung der zukünftigen Lärmsituation und zur Dimensionierung von Schallschutzmaßnahmen beauftragt, sondern auch lufthygienische Untersuchungen zum Nachweis der Einhaltung der geltenden Grenzwerte für Luftschadstoffe bzw. zur Feststellung der Notwendigkeit entsprechender Schutzmaßnahmen. Wie beim Lärmschutz werden bei der Lufthygiene ausschließlich Ergebnisse von Berechnungen zum Vergleich mit den maßgebenden Immissionsgrenzwerten herangezogen, weil bereits vor der Durchführung der Straßenbaumaßnahme die zukünftige Lärm- und Luftschadstoffsituation beurteilt und bei Erfordernis über geeignete Schutzmaßnahmen entschieden werden muss.

Die Immissionsgrenzwerte für verschiedene Luftschadstoffe sind in der Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen (39. BImSchV) vom 2. August 2010 festgelegt, deren Ziel die Vermeidung, Verhütung und Verringerung schädlicher Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt ist. Nachfolgend sind die Grenzwerte der kritischen Luftschadstoffe genannt:

Immissionsgrenzwerte

Stickstoffdioxid (NO 2):   40 µg/m³ (Jahresmittelwert)                         
200 µg/m³ (1-Stundenmittelwert,                 
max. 18 Überschreitungen/ Kalenderjahr    
Benzol (C 6 H 6):            5 µg/m³ (Jahresmittelwert)                            
Partikel (PM 10):             40 µg/m³ (Jahresmittelwert)                         
50 µg/m³ (24-Stundenmittelwert,                  
max. 35 Überschreitungen/ Kalenderjahr)    
Partikel (PM 2,5):           25 µg/m³ (Jahresmittelwert) ab 1. 01. 2015  

 

 

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