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Luftverkehr und Binnenschifffahrt in Sachsen

Binnen 90 Minuten in die Luft

Der Freistaat Sachsen verfügt mit Dresden und Leipzig/Halle über zwei leistungsfähige Verkehrsflughäfen, die seit 2001 unter dem Dach der Holdinggesellschaft Mitteldeutsche Flughafen AG organisiert sind. Die Anteile liegen zu 77 Prozent beim Freistaat Sachsen, weitere Anteile halten das Land Sachsen-Anhalt sowie die Städte Dresden, Leipzig und Halle.
Seit 2008 betreibt der Logistikkonzern DHL am Flughafen Leipzig/Halle Europas modernsten Umschlagplatz für Expressluftfracht. Zwei 3.600 Meter lange interkontinentalfähige Start- und Landebahnen ermöglichten die Ansiedlung. Saniert und verlängert wurde die Dresdner Start- und Landebahn. Beide Flughäfen verfügen über neue, großzügige Terminals und sind hervorragend an Straße und Schiene angebunden. Damit können die Sachsen binnen 90 Minuten „in die Luft“ gehen. Kleineren Flugzeugen und dem Luftsport stehen weitere 22 Verkehrs- und Sonderlandeplätze sowie ein Segelfluggelände zur Verfügung.

Die sächsische Luftverkehrs- und Luftsicherheitsbehörde bei der Landesdirektion Sachsen, auch zuständig für die Binnenschifffahrt, betreibt ein gemeinsames Webportal mit allen nötigen Informationen und einschlägigen Rechtsvorschriften.

Beim Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr liegt die Geschäftsführung für die Fluglärmkommissionen der beiden Flughäfen. Wegen des starken öffentlichen Interesses wird über die Fluglärmkommission Leipzig/Halle gesondert informiert.

Von der Elbe zur See

Sachsen ist über die Elbe an den Hamburger Hafen und damit an den internationalen Seehandel angebunden. Als Bundeswasserstraße untersteht die Elbe der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Dessen Wasser- und Schifffahrtsamt mit Hauptsitz in Dresden ist für den Abschnitt von der Grenze zwischen der Tschechischen Republik und Sachsen bis zur Saalemündung in Sachsen-Anhalt zuständig.
Für alle anderen sächsischen Gewässer, dazu gehören auch die neuen Seengebiete bei Leipzig und im Lausitzer Revier – hier entsteht mit 12.000 Hektar Deutschlands größtes, wassertouristisch nutzbares Seengebiet – trägt die Schifffahrtsbehörde bei der Landesdirektion Sachsen Verantwortung.

Sechs Häfen – ein Partner

In Dresden, Riesa und Torgau verfügt der Freistaat Sachsen über leistungsfähige trimodal aufgestellte Binnenhäfen, in denen sich zahlreiche hafenaffine Unternehmen mit 600 Arbeitsplätzen angesiedelt haben. Gemeinsam mit Děčín und Lovosice (Tschechische Republik) sowie Dessau-Rosslau (Sachsen-Anhalt) gehören die sächsischen Häfen zur Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO), einer 100-prozentigen Tochter des Freistaates Sachsen. Mit ihren sechs Häfen bietet die SBO wettbewerbsfähige Transportdienstleistungen entlang der Oberelbe aus einer Hand.

Elbe unter Dampf

Die größte und älteste Raddampferflotte der Welt ist an der Elbe in Dresden zu Hause. Die „Sächsische Dampfschifffahrt“ verkehrt mit neun historischen Raddampfern, die zwischen 75 und 125 Jahre alt sind, zwei modernen Salonschiffen und zwei kleinen Motorschiffen auf dem 100 Kilometer langen Fahrtgebiet zwischen der Sächsischen Schweiz und dem sächsischen Weinviertel.