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Junge Fahrer

Seit dem Jahr 2000 ist ein kontinuierlicher Rückgang der verunglückten jungen Fahrer im Alter von 18- bis unter 25-Jährigen zu verzeichnen. Gegenüber 2000 ging die Anzahl der Verunglückten um 57,2 % auf 2.962 im Jahr 2012 zurück. Die Anzahl der Getöteten sank seit dem Jahr 2000 um 76,3 % (von 135 auf 32).

Die Gruppe der jungen Fahrer bleibt trotz dieser positiven Langzeitentwicklung dennoch die am stärksten gefährdete Altersgruppe bei den Verkehrsteilnehmern. Nur jeder 16. der Gesamtbevölkerung war zwischen 18 und 25 Jahren alt, aber jeder sechste Verunglückte und jeder siebente Getötete gehörte dieser Altersgruppe an.

Im Jahr 2012 stieg die Anzahl der Getöteten von 31 auf 32. Dagegen sank die Anzahl der Verletzten von 3.138 auf 2.930.

Hauptunfallursachen der jungen Fahrer waren auch im Jahr 2012 nicht angepasste Geschwindigkeit, Vorfahrtsfehler und Abstandsverstöße. Die Unfallursache „Geschwindigkeit“ hat einen Anteil von 27,5 % an allen bei jungen Fahrern festgestellten Unfallursachen. Jeder dritte Geschwindigkeitsunfall mit Getöteten wurde durch junge Fahrer verursacht.

Aus Grund dieser Situation im Verkehrsunfallgeschehen hat die Verkehrssicherheitsarbeit für und mit jungen Fahrern im Freistaat Sachsen einen hohen Stellenwert.

Das SMWA hat dafür gemeinsam mit der Landesverkehrswacht Sachsen das Projekt „Aktion Junge Fahrer“ in Umsetzung gebracht, das jedes Jahr durch das SMWA finanziert und von der Landesverkehrswacht durchgeführt wird. Dabei werden mit 15 Veranstaltungen im Jahr besondere Verkehrssicherheitstage an Berufsschulen angeboten, bei denen die Jugendlichen an theoretischen und praktischen Situationen Fehler ihres Fahrverhaltens bzw. Grenzen der Fahrphysik erkennen können. Zusätzlich gibt es Gesprächsrunden zu Themen wie Tuning, Versicherung und Folgen eines angeordneten MPU-Tests.

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